Sonntag, 28. Februar 2010

Schmatzende Geckos, Fullmoon und ein tanzender Schamane

Vorletzte Nacht oder Morgen konnte ich wegen schmatzender Geckos nicht schlafen, aber ich habe es nicht uebers Herz gebracht mein Kissen nach ihnen zu werfen dafuer sind die einfach viel zu suess die kleinen Dinger. Aber es ist wirklich unvorstellbar wie laut die sein koennen. Am liebsten haette ich das aufgenommen. Die Tage vergehen jetzt wie im Sauseschritt. Was bin ich froh hier in Tulum zu sein. Es wird nicht einfach fuer mich sein bald in den Flieger zu steigen. Viele neue Freunde habe ich hier gewonnen und niemand glaubt daran, dass ich wieder zurueckgehe nach Berlin bzw. glauben sie dass ich bald wiederkommen werde. Es steht mir im Gesicht geschrieben wie wohl ich mich hier fuehle. Ja es fuehlt sich wie zu Hause an. Aber was ist zu Hause. Ich glaube ein Ort an dem man sich geborgen fuehlt und sich verwirklichen kann ...

Hier kommen die Abenteuer, denn ich will Euch nicht mit meinen Hier-Bleib-Gedanken langweilen. Vorgestern kam die Meldung wg. eines Tsunamis. Das betrifft aber "nur" die Pazifikkueste. Aber irgendetwas stimmt auch hier nicht. Ich traf einen Schamanen, der das auch sagt. Abwarten ... Alle sind entspannt hier. Die Begegnung mit dem Schamanen war wirklich gespenstisch. Ich hatte seit Tagen ein Problem mit meinem Magen und jemand erzaehlte mir von einem Schamanen mit dem Namen Juan Carlos. Einen Schamanen kann man nicht anrufen und so lag ich am Strand und gruebelte wie ich diesen Schamanen finden koennte. Irgendwann sprach mich jemand an, ob ich Interesse an Tarot haette. Ich machte die Augen auf und sah einen Indianer vor mir. Lange Haare wehten in sein Gesicht und seine Augen nahmen mich freundlich laechelnd ins Visier. Ich wusste, das ist J.C. und ich erzaehlte ihm, dass ich die ganze Zeit am Strand an ihn dachte und er sagte, dass er das wuesste und auch das mit dem Magen und dass er mir helfen kann. Ich war echt platt und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. In einer Art Palapa am Strand fing er mit einer uralten Mayazeremonie an die alten Ahnen zu rufen. Ein rohes Ei, eine Adlerfeder, Raeucherschwaden von Copal und jede Menge Feuer waren Bestandteile der Zeremonie. Als er fertig war, war es bereits dunkel und mir ging es wirklich besser und am naechsten Tag war es verschwunden. Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile und es war als wuerden wir uns kennen. Na ja ihr muesst das nicht glauben, aber es geschehen wirklich Wunder und Tomer war ueberhaupt nicht ueberrascht. Er sagt solche Dinge sind typisch fuer Tulum. Du wuenscht Dir etwas und Dinge geschehen einfach. Es kommt alles zu einem.

Die letzte Nacht gab es eine superschoene Fullmoonparty am Strand, aber mit handgemachter Musik, also Gitarren, jeder Menge Trommeln, Floeten, Didgeridoos usw.. Wir tanzten wie wild bis zum Sonnenaufgang. Heute ist auch ein Konzert von den Leuten von km 26. km 26 ist eine Art Kuenstlerkommune am Kilometerpunkt 26. Die sind echt klasse. Vorgstern war ich schon mit den Leuten unterwegs. Ich wuerde mich hier am liebsten teilen. Es gibt einfach zu viel zu entdecken und zu erleben.

Jetzt freue ich mich auf das tiefkristallblaue Nass und das Knarzen der Haengematte danach ;-))))).

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