Mittwoch, 17. Februar 2010

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Viele Dinge sind hier passiert und es faellt mir wirklich schwer diesen Ort zu verlassen. An einem Tag bin ich mit Yvonne mit den Fischern aufs Meer rausgefahren mitten durch riesen Kormoranschwaerme und wir sahen grosse Schildkroeten und sind dann sogar ein Stueck mit ihnen mitgeschwommen und der absolute Traum war dann als die Buckelwale neben uns auftauchten und ihre Fontaenen das Salzwasser nur so um uns herumspritzte. Dann gibt es hier eine traumhafte Lagune. Die Einheimischen nennen die Lagune den Jakuzzi und uebrigens den gesamten Strandabschnitt "Strand der Toten" wegen der extrem starken Brandung hier, aber ich denke es hat auch etwas mit den Felsen zu tun, denn ich sehe ueberall Totenkoepfe in den Steinen und als Beweis habe ich auch ein paar fotografiert und sogar einen Stein mit einem Totenkopf mitgenommen, den ich in der Lagune gefunden habe. Um zur Lagune zu kommen muss man sogar ueber einen Friedhof laufen, der 1 km vom Dorf entfernt und umgeben von grauen Dornbueschen und Kakteen ist. Nicht gerade die schoenste Strecke zu einem der schoensten Flecken hier. Aber wenn man es dann geschafft hat ... ist man dem Himmel ein Stueck naeher gekommen. Die Lagune ist von schroffen Felsen umgeben und ein 2 m breiter Spalt zum Meer laesst die tosenden Riesenwellen herein. Ist nicht ganz ungefaehrlich, da man sich schnell den Fuss an den scharfen Felsen aufreissen oder sich den Kopf stossen kann, aber es macht einfach Riesenspass. Nach jeder Welle ist das Becken ein wahres Sprudelbad und unzaehlige kleine Fische knabbern an einem herum. Auf dem rechten Felsen sitzen Pelikane und auf dem rechten Felsen ist der Adlerplatz. Wenn die Voegel ueber der Lagune kreisen werfen sie je nach Sonnenstand riesige Schatten an die Felswaende. Nur wenige nehmen den langen und kraeftezehrenden Fussmarsch in Kauf, was den Vorteil hat, dass man hier meistens allein ist. Vom Pelikanfelsen hat man dann einen traumhaften Blick auf die Sonnenauf- und Untergaenge. Die Brandung ist wirklich nicht zu verachten. Es ist wie in der Waschmaschine und man hat nach spaetestens 3 Minuten keine Kraft mehr. Es gibt noch einen Krokodilstrand mit einer Suesswasserlagune mit Mangroven, die ich mir auch angeschaut habe ... mit einem Boot umgeben von diesen riesen Krokodilen. Eines schwamm zielstrebig hinter dem Boot hinterher und der Typ, der das Boot steuerte musste es mit dem Paddel vertreiben. Es liess sich erst nicht beeindrucken, hatte dann aber doch keine Lust sich mit uns anzulegen. Man sah nur den gigantischen Kopf und man konnte nur erahnen wie gross der Rest des Koerpers war. Es ist einfach ein Traum hier ... ganz abgesehen von den tollen Begegnungen, die hier im Detail den Rahmen sprengen wuerden. Morgen sitze ich schon wieder im Bus nach San Christobal de las Casa, denn Tikal laesst mich noch immer nicht in Ruhe. Ein amerikanischer Antrophologe wollte mich mitnehmen nach Guatemala, aber ich habe mich entschieden, mich weiter allein durchzuschlagen ;-).

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